Seit Kurzem ist Franz Mayr-Melnhof-Saurau neuer Präsident von Jagd Österreich und folgt damit Maximilian Mayr Melnhof nach. Das geplante Programm für das Jahr 2025 hat drei große Schwerpunkte und beinhaltet einige Neuerungen: In einer modernen Interessenvertretung sind qualitative Daten wie auch die Interpretation und Deutungshoheit essenziell, um die eigenen Standpunkte zu argumentieren und zu verteidigen. Datenqualität und deren Verfügbarkeit werden zudem im Hinblick auf die Berichtspflichten der Europäischen Union immer wichtiger. So liegt es auf der Hand, was die Jagd in Österreich dringend benötigt: eine moderne Wildtierdatenbank, in der nicht nur Streckendaten, sondern auch Daten aus dem Monitoring und Lebensraumdaten zusammenfließen und dadurch einen umfangreichen Blick auf die Situation der heimischen Wildtiere bieten. Präsident Franz Mayr-Melnhof-Saurau will zudem ein besonderes Augenmerk auf eine zeitgemäße Aus- und Weiterbildung legen. Eine moderne Ausbildung und hochwertige Daten sind die Grundlage eines nachhaltigen Wildtiermanagements und ermöglichen vorausschauende wildökologische Raumplanungen, die wiederum ein wichtiges Instrument sind, Konflikte in der Landnutzung zu minimieren. "Eine solche Raumplanung betrifft allerdings nicht nur das Wild, sondern auch erholung-suchende Naturnutzer, die unbedarft in den Lebensraum des Wildes eindringen. Besucherlenkung wird ebenso wichtig wie eine zeitgemäße und moderne Kommunikation und Bewusstseinsbildung", betont Präsident Mayr-Melnhof-Saurau. "Die vor uns liegenden Aufgaben in der Jagd werden vielseitig sein, aber wir werden sie gemeinsam mit Freude angehen. Zum einen haben wir eine starke Nachfrage nach Wildtierdaten, was uns in unserer Expertenrolle bestärkt. Zum anderen müssen wir unsere gesammelten Erkenntnisse zu unseren Wildtieren und deren Bewirtschaftung auch an die einzelnen Jägerinnen und Jäger bringen und parallel der breiten Öffentlichkeit zeigen, dass die Jägerschaft ein kompetenter Ansprechpartner ist."